Urlaub

Liebe Tierfreunde,
mit dem Urlaub, der schönsten Zeit des Jahres, kommen auf die Heimtierhalter auch eine ganze Reihe von Fragen zu:

Können wir das Tier mitnehmen?
Lassen wir es zu Hause?
Wer versorgt es?
Wie wird es sich fühlen?
Und wie fühlen wir uns ohne das Tier?

Wir können Ihnen die Sorge um Ihr Tier leider nicht abnehmen, wir möchten Ihnen aber helfen, Ihre schönsten Wochen des Jahres so gut wie irgend möglich vorzubereiten.

Hier erfahren Sie,

1. Reiseregeln

Welches Tier reist mit, welches bleibt lieber zu Hause?
Manche Heimtiere machen sich ganz und gar nichts aus fremden Revieren und Gerüchen. Sie bleiben lieber in der gewohnten Umgebung. Diese Tiere sollten Sie von fachkundigen Menschen zu Hause betreuen lassen. Anderen machen weder Reisestress noch veränderte Umgebung, Temperatur und Zeitabläufe etwas aus, Hauptsache, sie sind dabei.

Hunde
...sind am liebsten immer und überall mit dabei und meist unkomplizierte Reisebegleiter. Erkundigen sie sich aber bitte vorher genau, ob Hunde in Ihrem Urlaubsdomizil willkommen sind.

Katzen
...fühlen sich im vertrauten Revier am wohlsten. Ideal ist es daher, wenn ein befreundeter Katzenliebhaber für die Urlaubszeit zu Hause einzieht oder regelmäßig zum Füttern und Streicheln vorbeischaut. Sind Katze und Halter unzertrennlich, kann das Tier natürlich auch im Urlaub mit von der Partie sein, aber möglichst nur bei längeren Aufenthalten an vertrauten Orten (z. B. in Ferien- oder Zweitwohnung)

Vögel
...sollten möglichst nicht verreisen, da sie auf Hitze und veränderte Umgebung mit Kreislaufbeschwerden oder Durchfall reagieren können. Am besten aufgehoben ist Ihr Vogel bei einem vogelkundigen Freund. Freiflug ist in fremder Umgebung aber zunächst tabu; ob und wann ein Vogel fliegen darf, muss individuell entschieden werden.

Kleintiere
...sind ebenfalls am besten zu Hause oder in fachkundigen Händen aufgehoben. Hitze und krasse Temperaturveränderungen vertragen viele Kleintiere oft sehr schlecht, weil sie Höhlenbewohner sind. Für sie kann ein Urlaub schnell zum gesundheitlichen Risiko werden.

2. Wie finde ich einen geeigneten Betreuer?

Sie haben sich entschlossen, Ihr Tier während Ihres Urlaubs in kompetente, liebevolle Hände zu geben. gute Freunde oder Nachbarn, die sich um Ihr Tier kümmern könnten, sind aber leider nicht immer vorhanden. Also heißt es, rechtzeitig einen geeigneten Pflegeplatz finden, z.B. bei einem privaten Tiersitter, in einer Tierpension oder über den örtlichen Tierschutzverein.
Die Tierheime müssen Ihre Kapazitäten freihalten - für Fundtiere und Notfälle. Katzen werden von Tierheimen in der Regel ohnehin nicht genommen, weil die Gefahr einer Ansteckung durch fremde Katzen zu groß ist.

Fragen Sie andere Tierhalter, Ihren Tierarzt oder den örtlichen Tierschutzverein nach empfehlenswerten Tierpensionen. Eine Auswahl an Tierpensionen in unserer Nähe haben wir hier zusammengestellt.
Einige Tierheime halten in begrenztem Umfang Pensionsplätze bereit; fragen Sie bitte frühzeitig nach.
Manche Züchter nehmen Hunde aus ihrer Zucht während des Urlaubs der Besitzer wieder auf. Fragen Sie einmal nach.
Betreuer finden Sie auch über Inserate in Tageszeitungen oder Tierzeitschriften, Aushänge im Tierheim, beim Tierarzt oder im Supermarkt, dort wo es Tiernahrung gibt.
Der Verein Deutscher Katzenfreunde (Tel. 040/454842) vermittelt Anschriften von Cat Sitter Clubs.

Wenn Sie Ihr Tier in Urlaubspflege geben
Das Zärtlichkeitsbedürfnis Ihres Tieres kennt keine Pause. Suchen Sie deshalb "gute Hände". Und geben Sie, um sicherzugehen, vorab wichtige Hinweise zur Betreuung:
Besonderheiten und Vorlieben des tierischen Urlaubsgastes, Ihre Ferienanschrift (Telefon für evtl. erforderliche Nachfragen!), Adresse des Tierarztes (für alle Fälle).

Der verantwortungsbewusste Hundebetreuer...
...macht sich rechtzeitig mit seinem Urlaubsgast intensiv vertraut. Selbstverständlich bekommt der Hund das gewohnte Futter (keine Fütterungsexperimente!), frisches Wasser (unbedingt regelmäßig), genügend Auslauf und Bewegung sowie die nötigen Spiel- und Streicheleinheiten.

Der verantwortungsbewusste Katzenbetreuer...
...lässt sich vor dem Urlaub von der Katze beschnuppern, damit er ihr bei seinen täglichen Besuchen gleich vertraut ist. Da eine Katze keine Fütterungsexperimente mag, wird sie nur mit dem gewohnten Futter versorgt. Ihr Katzenklo ist regelmäßig zu reinigen, sie möchte spielen, schmusen, schnurren... Wünsche, die gern erfüllt werden.

Der verantwortungsbewusste Vogelbetreuer...
...muss möglichst viel über seine Schützlinge wissen und liebevoll mit ihnen umgeben (z.B. behutsam und viel mit ihnen reden), denn Vögel sollen und wollen ihr gewohntes Leben während des Urlaubs ihres Halters weiterführen.

Tipp:
Schließen Sie einen Tiersitter-Vertrag mit dem Betreuer Ihres Tieres ab, in dem Sie alle wichtigen Einzelheiten, auch die Haftung im Schadensfall, festlegen.

Bitte daran denken:
Erstellen Sie einen "Tierpass" mit Name, Anschrift, Bild, Versicherungen, Impfstand (Kopie des Impfpasses), Tätowiernummer, Mikrochipkennzeichnung, Namen und Anschrift des Tierarztes, Eigenarten des Tieres. Überlassen Sie den Urlaubseltern Ihres Tieres ein Duplikat dieses Passes. Und: unbedingt auch Ihre Urlaubsanschrift und die einer Kontaktperson angeben (falls der Sitter ausfallen sollte). Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund eine gültige Haftpflichtversicherung hat und diese dem Tierbetreuer bekannt ist (bei Katzen sollten Sie Ihre Privathaftpflichtversicherung checken). Ins "Gastgepäck" Ihres Tieres gehören unbedingt auch vertraute Dinge wie seine Lieblingsnahrung, Näpfe, Leine, Halsband, Schlafdecke oder -korb, Spielzeug, Bürste, Kamm sowie (wichtig!) der Impfpass. Dazu eine kleine Aufstellung über Vorlieben und Gewohnheiten, z.B. von welcher Nahrung Ihr Tier wie oft, wann und wie viel braucht, alles über gewohnte Spaziergänge, Pflege und Streicheleinheiten.

3.Tierpensionen und Tierheime für "Kost und Logis"

Schauen Sie sich die Pension Ihrer Wahl genau an bevor Sie sich entscheiden, denn niemand kann besser beurteilen, ob sie sich für Ihr Tier eignet, als Sie.

Darauf sollten Sei bei einer Tierpension achten

Tierheime sind keine Pensionen:
Die Hauptaufgabe der Tierheime besteht darin, herrenlose Tiere oder Fundtiere aufzunehmen. Pensionstiere können dort nur bedingt unterkommen. Auch hier gilt: Rechtzeitig anmelden!
Unser Tierheim nimmt nur selten Tiere in Pflege, weil wir in den ersten Jahren zunächst unsere Kapazität kennen lernen müssen. Sprechen Sie uns trotzdem an, gelegentlich nehmen unsere ehrenamtlichen Helfer Tiere in der Urlaubszeit in Pflege!

4. Ihre Reiseplanung aus tiermedizinischer Sicht

Vor der Reise zu beachten:
Lassen Sie Ihren Hund vor der Reise eingehend untersuchen.
Lassen Sie rechtzeitig die nötigen Impfungen vornehmen und die Impf- und Tollwutbescheinigung in den Impfpass eintragen. Achtung: Einige Reiseländer verlangen darüber hinaus eine amtstierärztliche Bescheinigung. Dazu müssen Sie Ihren Hund beim zuständigen Veterinäramt vorführen (rechtzeitig einen Termin vereinbaren!)
Lassen Sie Ihrem Hund ein Mittel gegen Reisekrankheit verschreiben, wenn er z.B. das Autofahren nicht so gut verträgt. Lassen Sie sich die Reiseapotheke zusammenstellen. Bei Reisen ans Mittelmeer unbedingt vorher den Tierarzt nach der entsprechenden Vorsorge fragen!

Mit dem Hund auf Flugreise
Sie können Ihren Hund bei Flugreisen bis zu 4 Stunden reiner Flugzeit relativ unproblematisch im Flugzeug mitnehmen. Bei der Buchung Ihres Fluges müssen Sie dann die Verfügbarkeit eines Platzes im Frachtraum prüfen lassen. Ihr Reisebüro stellt Ihnen dann eine Platzreservierung aus. Die meisten Fluglinien rechnen das Gewicht des Hundes auf das Freigepäck an. Übergepäck muss gesondert bezahlt werden.
Der Hund muss in einem Kennel (Hundebox) untergebracht werden, der einer gewissen Norm entsprechen muss. Fragen Sie in Ihrem Fachgeschäft nach!
Der Hund bekommt 1-2 Stunden vor Abflug eine Beruhigungstablette, die Sie beim Tierarzt bekommen. Wichtig: 1 Woche vor Abflug sollten Sie an einem Wochenende die Dosierung ausprobieren, Hunde reagieren sehr unterschiedlich. Das Beruhigungsmittel entspannt den Hund, damit er in der ungewohnten Umgebung keine Ängste entwickelt.
Rechtzeitig ½ Tag vor der Abflugzeit geben Sie kein Futter mehr und stellen auch die Wassergaben ca. 3 Stunden vor Abflug ein.

Am Urlaubsort zu beachten:
Die Gestaltung des Tagesablaufs sollte möglichst ähnlich wie zu Hause sein, schon wegen der (liebgewonnenen)Gewohnheiten.
Berücksichtigen Sie im Süden den Sonnenstand. Morgens, wenn die Sonne noch nicht brennt, den ersten gemeinsamen Spaziergang machen. Mittags den Hund ins Haus nehmen - Siesta! Abends, wenn es wieder frischer wird, noch einmal Gassi gehen.
Ihr Hund muss bei Hitze (wie wir Menschen!) erheblich mehr trinken. Stellen Sie deshalb noch mehr frisches Wasser als gewöhnlich bereit.
Mit dem Hund im Auto
Am Vortag der Abreise: nur wenig zu fressen geben noch einen langen Spaziergang machen.

Am Reisetag: vorm Start viel frisches Wasser anbieten, aber: auf keinen Fall etwas zu fressen geben.

Das sollten Sie griffbereit bzw. im Auto haben:
Leine und Halsband (mit Namensschildchen, Urlaus- und Heimatadresse) Wasserflasche und Trinknapf Kauknochen aus Büffelhaut Maulkorb, wenn erforderlich Internationaler Impfpass und Grenzpapiere, Haftpflichtversicherung und Versicherungsnummer, "Gasse-Set" oder Plastiktüte, Papier/Tuch.

Das gehört ins Reisegepäck:
Vorräte an Fertignahrung, Dosenöffner, Futternapf, Löffel, Bürste, Kamm, Decke, Kissen, Spielzeug, Reiseapotheke für den Hund (wird vom Tierarzt gern zusammengestellt - unter Berücksichtigung von Alter, Rasse, Gewicht und Verfassung des Hundes).

 

Hund

Tierschutzverein Geldern und Umgebung e.V.

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